Erfahrungsberichte

Obwohl wir uns lange nicht gesehen haben, liegt es mir am Herzen Ihnen zu sagen, dass tatsächlich - wie immer - nach jetzt glaube ich zwei (?) Jahren - das Gemalte für mich Wirklichkeit geworden ist: Energie, Anteil am Leben, Zuversicht.

Unglaublich, welche Kraft im malerischen Prozess liegt, auch wenn er lange Zeit braucht, um anzukommen.

Danke für Ihre Unterstützung und den Raum, den Sie mir gegeben haben.

Noch ist längst nicht alles wieder beim Alten, aber ich bin zufrieden.

 U.S. Januar 2016
 
 
 
 .... ich wollte Ihnen unbedingt noch sagen, wie wichtig und guttuend die Stunden für mich waren und dass Sie mir sehr geholfen haben, einen kreativen Findungsprozess aufzubrechen, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Danke dafür!!
P.W. ,Januar 2015
 
files/news/Jahresrueckbl Malgruppe.jpg
 
Meine Erfahrung während der Kunsttherapie ist sehr bildhaft prägend für mich gewesen. Im Gegensatz zur Gesprächstherapie wurde für mich in jeden Bild nochmal deutlich sichtbarer wo ich gerade stehe.
Ich war jedesmal überrascht, was da so auf dem großen leeren Blatt für ein Bild aus meinem Innersten entstand. Das war wie so eine Art 'aha' Effekt und hat mich so manchen 'Knoten' nochmal sehen und deutlich spüren lassen.
Die Bilder zeigten Situationen oder Gefühle, die ich eigentlich verändern wollte...
Meine Bilder sind mir immer nachhaltig in meinem Gedächtnis hängen geblieben, ich hatte quasi immer das Bild/Thema vor Augen...
Vor allem prägend und hilfreich war dann für mich die Erfahrung, dass ich -anfangs Dank Ihrer Begleitung- gelernt habe, die Bilder (also Situationen) aktiv und selbsttätig ins Positive verändern zu können. Davon profitiere ich nachhaltig und stelle fest, dass ich es inzwischen auf andere Situationen übertragen kann. Das ist ein großer Erfolg in meiner psychischen Entwicklung.
Ich freue mich schon auf den nächsten Kurs! 
 
Herzliche Grüße
 
W.S., November 2014 

 

"Was das beeindruckenste in den Kunsttherapiestunden von Frau von Ancken für mich ist, dass sie es immer wieder schafft, mir den Raum zur Gestaltung zu öffnen. So lernte ich, dass nicht darauf ankommt, WIE ich etwas male, sondern WAS ich da male. Frau von Ancken schaffte es jedesmal in ihrer fördernden Art, mich über meine eigenen inneren Bewertungshürden („ich kann ja sowieso nicht malen“) hinüber zu begleiten, und so ist es erstaunlich zu sehen, was mein Unterbewusstsein mir über die Bilder mitteilen will. Die abschließende Besprechung der Bilder in der Gruppe hat mir auch durch anregende Gesprächsbeiträge der anderen Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes „die Augen geöffnet“. Ich muss sagen, dass die Kunsttherapiestunden bei Frau von Ancken die wesentlichsten Hinweise zum Verständnis meiner depressiven Erkrankung gegeben haben. Einmal reagierte meine Seele mit somatischen Beschwerden auf die von mir gemalten Bilder. Ich habe dann Frau von Ancken als kompetente Therapeutin erleben können, die mich stützend durch die Krise begleitete. Da mich die plötzlich auftauchenden Bilder aus meiner Kindheit erschreckten, durfte ich, aus meiner heutigen erwachsenen Sicht, mir die Vergangenheit „anders ausmalen“. Die Vergangenheit ist dadurch die gleiche geblieben, aber mein inneres Erleben hat Stärkung und Trost erfahren. Diese erfahrene innere Kraft hilft mir jetzt auch noch weiterhin, mit meiner Krankheit besser umzugehen. An dieser Stelle nochmals meinen herzlichsten Dank an Frau von Ancken. " 

R.B. September 2013

 

Meine Erfahrungen in der Kunsttherapiegruppe

Betreff: Kunsttherapie? Doch nicht ich... oder doch?

 

Mit der Kunsttherapie hatte ich so anfangs schon meine Bedenken. Schließlich war ich Systemingenieur und da brauchte ich keine Kunst, um meinen Job zu machen, sondern mein Hirn.

Aber die Betonung liegt auf „war“ und inzwischen war nach einem heftigen Burnout mit nachfolgendem Klinikaufenthalt mit meinem Hirn auch nicht mehr viel los. Es fand keinen Weg zu meinem Bauch, meiner Seele, meiner Psyche, nirgendwo hin. Kündigung statt Wiedereingliederung, schwere depressive Phase und letztendlich ein Arbeitsgerichtsprozess machten all die Erfolge, die erzielt hatte, in Kürze zunichte… Und jetzt das: „Kunsttherapie“… Nimm ein Blatt Papier, oder Pappe. Da sind Stifte, Pinsel, Farbe, Spachtel. Mach was oder lass es. Es gibt keine Vorgabe, kein Ziel. Kein Ziel? Das ist einfach, habe eh keins. Aber machen, ja was denn…?

Die ersten zaghaften Striche, ich habe Pastellkreide gewählt. Oder hat die Kreide mich erwählt, ich weiß es nicht, sie spricht nicht mit mir. Noch nicht.

Erste Striche, gefolgt von weiteren kräftigeren. Dunkle Farben, weil dunkle Farben sind schön, bedrohlich, eben düster. Das Stück Kreide flach über das Papier ziehend, ist diese unangenehme Arbeit relativ schnell erledigt. Man hört wieder nur die Geräusche, die die Kreide auf dem Papier beim Zeichnen macht. Pinselstriche sind da rücksichtsvoller, ganz zart berühren sie das Papier, fast geräuschlos. Gedanken schweifen ab, Erinnerungen werden wach, kämpfen sich an die Oberfläche meines Bewusstseins, um kurz vor dem Durchbruch aufzugeben. NEIN, noch ist nicht die Zeit dafür. Wofür? Für einen Moment des Glücks, den Stress vergessen, all die Mühe, „ein Guter“ zu sein. Held der Arbeit, Mitarbeiter des Jahres? Fürsorgender Vater, liebevoller Ehemann, Freund und… Mensch?

Mein „Bild“ sieht bedrohlich aus. Vulkanausbruch, dunkle Wolken verhindern die Sicht, der Himmel soweit erkennbar ist schwarz. Blitze zucken hin und her. Trotz der Blitze und trotz der glühenden Lava nur Dunkelheit und Feuer. Kein Mensch weit und breit der Vulkan steht allein in der Wüste, ein Orkan droht alles zu verschlingen.

Das Bild spricht selbst. Es zeigt, wie ich mich fühle, trotz meiner geringen Mittel, mich künstlerisch zu betätigen. Ich kann nicht malen oder zeichnen, mir fehlt die Technik, das Wissen, der Mut, mein Inneres in Bilder zu bannen. Erst in einer der späteren Sitzungen stelle ich fest, ich brauch das alles nicht. Ich brauche keine Technik und kein besonderes Geschick um etwas aufs Papier zu bringen.

Es fließt ganz allein aus meiner Hand. Der Stift bewegt sich wie von selbst, wenn ich ein bisschen Vertrauen in den Stift, meine Hand, in mich selbst habe.  Ein Lächeln huscht über meine Lippen, ganz kurz nur. Dann immer wieder und Freude macht sich in meinem Bauch bemerkbar. Ein warmes Gefühl durchströmt den ganzen Körper. Es fühlt sich an – wie Glück? Ja, so fühlt sich Glück auch an, denke ich für mich und diesmal weine ich ein wenig, auch jetzt, wenn ich dies hier schreibe.

Ich bin froh und dankbar, auch mithilfe der Kunsttherapie mir ein ganzes Stück näher gekommen zu sein. Neben dem Schmerz und der Erschöpfung gibt es wieder andere Empfindungen. Wärme, Liebe, Vertrauen, Dankbarkeit und auch Gelassenheit und Ruhe.

Winston Churchill sagte mal, Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird. Ich bin froh, dass ich mich auf die Kunst einlassen konnte, weil auch sie Teil meines inneren Ich´s ist. Ich hatte es nur vergessen…..

G.S. , Frühjahr 2013